Mai 162011
 

Am letzten Wochenende (14./15.5.2011) fand in Heidenheim an der Brenz der Bundesparteitag der Piratenpartei statt. Um diesen geht es hier allerdings nicht, sondern es war für mich ein willkommener Anlass mein neu erworbenes Navi auf Herz und Nieren zu testen. Zugelegt hatte ich mir in der Vorwoche ein Falk Vision 700, die Testberichte lasen sich gut, mehrfach Testsieger, und ein großer Vorteil: Es ist kein TomTom.

Die erste Überraschung erwartete mich nach dem Auspacken: Man sollte das Navi mit dem beiliegenden USB-Kabel an den Rechner anschliessen, da man manche Einstellungen nur per mitgelieferter Software vornehmen könne. Äh, bitte was? Aber gut, gesagt ge-äh, da liegt kein USB-Kabel bei. Nunja, ein passendes Kabel fand sich schnell in meinen großen Kabelkisten, aber andere Leute dürfte das kalt erwischt haben. Nach mehreren Anläufen wurde das Navi gefunden, und ich staunte nicht schlecht: Die installierten Karten waren ein Jahr alt, also musste ich diese erstmal updaten, was einen ganzen Abend dauerte. Die nächste Überraschung ließ nicht lange auf sich warten: Es sollten Karten für ganz Europa beiliegen, aber auch nach dem Update war Malta nicht zu finden. Das ist umso unschöner als daß ich vorhatte das Gerät mit nach Malta zu nehmen und dort zu verwenden.

Ein wenig getestet hatte ich es vor der großen Tour schon, aber hauptsächlich auf mir bekannten Strecken, und da schlug es sich gut – bis auf zwei Vorkommnisse in denen das GPS keine Satelliten fand, und auf die allererste Fahrt, in der das Ändern einer Route zu einem Reboot des Geräts führte. Nun aber ging es auf große Fahrt, und in eine mir völlig unbekannte Gegend. Perfekt!

Innerstädtisch gab es keine Überraschungen (ausser daß die geschätzte Fahrtzeit stieg anstatt zu sinken), was sich änderte als ich auf die A3 Richtung Köln fuhr. „Dieser Straße für 35km folgen“ – 35 km? Das war mir doch etwas zu kurz. Aber da ich eh in die Richtung wollte machte ich mir keine Sorgen, bis: „Bitte verlassen Sie die A3 an Abfahrt A1“. Gut, ich bin geographisch nicht unbedingt der bewandetste, aber das empfand ich nun nicht als sinnvollste Strecke. „Bitte halten Sie sich links“ „Fahren Sie nun auf die A3 und folgen Sie dieser 130km“. Äh, bitte, WAS? Das Ding hat mich auf die Ausfahrt geschickt nur damit ich dann wieder auf die Autobahn zurückfahre? Da war ich doch etwas perplex, aber es sollte nicht das einzige WTF-Erlebnis bleiben.

Ich hatte beim Kauf Wert darauf gelegt daß es eine Geschwindigkeitsanzeige gab, weil es schonmal in der Hitze des Gefechts vorkommt daß man ein Schild übersieht und das teuer werden kann. Bei den Einstellungen fand ich dann auch prompt die Möglichkeit eine Geschwindigkeitsgrenze akustisch und optisch anzuzeigen, und sogar Toleranzen konnte man man für verschiedene Straßentypen einstellen. Leider passte die angezeigte und angemahnte Geschwindigkeit in nichtmal 50% der Fälle zum tatsächlichen Tempolimit. Gut, in Baustellen kann ich das verstehen, aber sonst? Auf der A3, auf der sich nur ganz selten etwas ändert? Und das mit den aktuellsten Karten. Sehr enttäuschend und vorallem macht es diese Fähigkeit nutzlos.

Passend zum vorherigen, nutzlosen, Feature gibt es einen Radarfallenwarner, den ich natürlich auch testen musste. Ja, mir ist bewusst, dass das nicht legal ist, ich wollte es auch nur testen, nicht nutzen, ich hatte ohnehin vor mich an die Begrenzungen zu halten. Nun, sagen wir mal, diesen Warner würde ich in einem Scherzartikel vermuten. Der Warnton ist einer Polizeisirene nachempfunden, und beim ersten Auftreten habe ich mich fürchterlich erschrocken, und hätte beinahe einen Unfall gebaut. Den Sound habe ich in der Folge öfter gehört, aber meistens auf Streckenabschnitten auf denen es nichtmal eine Geschwindigkeitsbegrenzung gab. In den zwei Fällen in denen die Warnung stimmte heulte das Ding mehrfach auf, völlig unabhängig von meiner Geschwindigkeit.   Also, selbst wenn dieses Feature erlaubt wäre: Es ist völliger Nonsens, und hilft ganz sicher nicht Radarfallen zu vermeiden.

Was ich, im Gegensatz zum Radarwarner, jedoch unbedingt haben wollte war TMC Pro, also immer aktuelle Verkehrsmeldungen über Radiofrequenzen. Das klappte auch gut, und das immer wieder. Als ich losfuhr meldete mir das TM einen einzigen Stau, welcher nach wenigen Kilometern verschwand – und später wieder auftauchte. Dieses Spiel setzte sich fort, und steigerte sich ins Groteske: Wenn ein Stau unter einer bestimmten Entfernung erkannt wird fragt das Navi ob ich den Stau berücksichtigen möchte, in diesem Fall verneinte ich das, da ich davon ausging daß der Stau aufgelöst wäre bis ich dort war. Da das TMC den Stau immer wieder vergaß erkannte es diesen immer wieder als neuen Stau und fragte mich somit immer wieder. Und das in steigender Frequenz. Ein nutzbares TMC pro sieht für mich anders aus.

Die Fahrt verlief bis zum Ziel relativ unspektakulär, allerdings war das Navi bis 100km vor dem Ziel der Meinung ich würde eine Stunde länger brauchen als ich tatsächlich brauchte. Ab diesem Punkt sprang die Zeit plötzlich in 10-15 Minuten-Schritten auf einen realistischeren Wert. Mein Hotel, in einer Nachbar“Stadt“ von Heidenheim, fand das Navi dann auch zuverlässig, wie effizient die Strecke war kann ich jedoch nicht beurteilen.

Nach dem Einchecken wollte ich dann noch zu ein paar Piraten fahren, und nutzte dafür natürlich das Navi. In Heidenheim angekommen riet mir die freundliche Stimme folgendes: „Biegen Sie jetzt rechts ab“ „Biegen Sie die erste Möglichkeit rechts ab“ „Biegen Sie nun rechts ab“ „Fahren Sie nun gerade aus“ – also dreimal rechts. Das kam mir schon etwas komisch vor, und staunte nicht schlecht, denn die drei Winkel haben wohl ziemlich exakt 180° ergeben. Ja, richtig, ich wurde einmal im Kreis geschickt, nur um dann gerade aus zu fahren – was mit einem simplen Linksabbiegen wohl einfacher erledigt gewesen wäre. Und nein, an dieser Stelle gab es kein Verbot links abzubiegen.

Auf der Rückfahrt ins Hotel erwartete mich die nächste Überraschung: Das GPS tat mal wieder nicht, und das obwohl mir mein HTC Desire bescheinigte 8 Satelliten zu sehen (Die App die mir das verriet heisst GPS Essentials). Auch Warten behob das Problem nicht. Kein GPS verfügbar. Ich habe das Gerät mehrfach aus- und wieder eingeschaltet, keine Veränderung des Zustands. „GPS nicht verfügbar“ Aus- und Einschalten ist übrigens schon eine Folter ansich, da das Gerät 2-3 Minuten braucht bis es in einem nutzbaren Zustand ist. Ich bin sogar 20 Minuten durch die Gegend gefahren um dem Navi zu helfen. Nichts. Hätte ich mein Navi auf dem Desire nicht gehabt wäre ich tatsächlich Lost in Heidenheim gewesen, so jedoch konnte ich ausweichen und zurück ins Hotel finden.

Finden ist wiederum ein gutes Stichwort, denn die nächste Überraschung erwartete mich am nächsten Morgen: Das Navi kannte die Adresse des Congress Centers nicht. Geschweige denn das Congress Center. Nichts gefunden. Gut, GPS zuerst auch nicht, aber das machte da auch nichts mehr. Und wieder einmal musste mein Desire mich retten und zum Ziel führen.

Abends war ich dann in Heidenheim, und als ich wieder zum Hotel wollte gab ich dem Falk eine weitere Chance, und wieder beschlichen mich Zweifel. Wieder einmal wurde ich im Kreis geschickt, da ich wohl in der falschen Richtung unterwegs war, anstatt mir zu raten umzudrehen. Als ich dann in der richtigen Richtung unterwegs war kam ich an eine sehr knifflige Stelle, also genau das wofür man ein Navi mit Spurassistenten haben will – und wieder einmal versagte das Falk ganz. Laut der Karte war ich mit einem Sprung auf einer ganz anderen Straße., und das Teil hat mich dann von dieser aus gelotst. Zum Glück kannte ich die Stelle vom Vorabend, so daß ich nicht auf mein Navi hereinfiel, und nach wenigen Kilometern wusste es auch wieder wo ich war.

Am folgenden Tag habe ich dann garnicht erst versucht das Vision 700 zu nutzen, und ließ mich von meinem Desire zur Hallo lotsen, die Heimfahrt wiederum war die letzte Bewährungsmöglichkeit für das Falk. Es erstaunte mich dann auch nicht wirklich als mir eine andere Strecke als auf der Hinfahrt vorgeschlagen wurde. Diesmal führte mich das Falk von der A7 direkt auf die A3, so wie ich das auf der Hinfahrt auch erwartet hatte, auf der ich jedoch über zwei weitere Autobahnen musste. Positiv überrascht war ich als mir das TMC eine gesperrte Auffahrt zur A3 meldete, und mich dann auf Wunsch drum herum leitete. Der Eindruck wurde allerdings revidiert als ich genau über diese Auffahrt auf die A3 fuhr, und noch besser fand ich daß ich die Frage noch zweimal eingeblendet bekam als ich bereits 10 Minuten lang auf der A3 fuhr.

Es ist mir übrigens auf dieser Fahrt zweimal gelungen das Fahrtziel zu löschen, weil das Touchdisplay so träge ist das ein Druck noch lange genug nachwirkte um bei geändertem Bildaufbau als Tastendruck gewertet zu werden. Das war allerdings eine Ausnahme, sonst brauchte es schonmal 2-3 Versuche bis der Druck akzeptiert wurde.

Alles in allem kann ich mir nicht erklären wie dieses Gerät Testsieger bei irgendwas sein kann. Sollte das jedoch verdient sein sehe ich schwarz für den Navigationsgerätemarkt. Dieses Ding geht jedenfalls bald wieder zurück und ich nehme stattdessen etwas von Becker oder Garmin. Ich hoffe sehr die hinterlassen keinen so vernichtenden Eindruck. Ich sehe nicht wie ich mich auf das Falk Vision 700 verlassen könnte wenn ich es wirklich bräuchte.

Mai 022011
 

Nach langer Wartezeit und großer Vorfreude war es endlich so weit: Thor kam endlich ins Kino. Zur Erläuterung: Ich war (eigentlich bin) großer Fan von Comics, vorrangig aus den Verlagen Marvel und Image, und habe in den 90ern eine große Menge US-Comics gelesen, vorrangig X-Men/Wolverine, Spider-Man, und Spawn, und ab und zu die üblichen Verdächtigen aus dem DC-Lager wie Batman und Superman, wobei ich mich für den Zeichenstil bei DC nie so richtig erwärmen konnte. Ich würde das vermutlich heute noch machen, wenn ich die Zeit dazu hätte.

Zu meiner großen Freude wurden vor einiger Zeit Comicverfilmungen als Kassenmagnete entdeckt, und sogar Marvel selbst hat ein Filmstudio gegründet um ihre Comics angemessen zu verfilmen. Die Folge ist die, daß man als Fan grinsend im Kino sitzt, weil wirklich auf Details geachtet wird, wie z.B. daß in einem der Hulk-Filme Lou Ferrigno zusammen mit Stan Lee durch das Bild läuft. Ersterer spielte vor langer Zeit die Hauptrolle in einer Hulk-Serie, letzterer war prägend für Marvel und hat (auch in Zusammenarbeit mit Jack Kirby und Steve Ditko) legendäre Figuren erschaffen wie Spider-Man, die Fantastic Four, Hulk, die X-Men und somit mit Marvel sowohl das Silver– als auch das Golden Age entscheidend geprägt – so sehr daß alle heute noch davon zehren.

Ich finde daß Marvel da einen großen Schritt gegangen ist, und ich freue mich zu sehen daß diese Filme handwerklich sehr gut und mit viel Liebe gemacht werden. In früheren Zeiten wurden einfach die bekannten Namen zusammengewürfelt und es entstanden Machwerke die einem Comicfan die Zornesröte ins Gesicht treiben konnten. Auch wenn es sich hier um DC-Comics handelt, man vergleiche mal die Tim-Burton-Batman-Trilogie mit dem was Chris Nolan aus Batman gemacht hat. So sehr ich Burton mag, aber das war eine Schande. Ich erinnere mich daß ich nach Ansicht des Burton-Batmans an der Kinoschlange vorbeifuhr und den Leuten riet ihr Geld nicht zu verschwenden. Nolans Batman ist dem Geiste der Comicreihe sehr nah und die Charaktäre agieren charaktertreu. Dafür daß das auch bei Marvel so ist sorgen Leute wie Stan Lee, Jack Kirby und Joe Quesada höchstpersönlich. Quesada ist ein Comic Allround-Talent, arbeitet als Autor, Zeichner und Redakteur, und war über 10 Jahre Editor-in-Chief für Marvel, viele der Story-Lines der letzten Jahre stammen aus seiner Feder.

Marvel Studios haben schöne Filme produziert, zum Beispiel die X-Men-Trilogie, Wolverine – gut, so ganz zufrieden bin ich da nicht, was aber daran liegt, daß X-Men und insbesondere Wolverine immer meine Favoriten waren, und ich bei sowas sehr empfindlich und penibel bin – und die Spider-Man-Reihe, die ich für eine Ecke gelungener halte. Manches wurde verfilmt das nichtmal als Comicverfilmung bekannt wurde, wie z.B. Blade. Diese Filme waren allerdings alleinstehend, und spielten in ihren eigenen Universen. Dieses hat sich mit Iron Man geändert: Sämtliche Filme die seither neu erscheinen, und nicht, wie z.B. X-Men, Teil einer Filmserie sind, spielen im selben Universum – und laufen auf das Hilight „Avengers“ zu.

Die „Avengers“ sind ein Team von Marvel Superhelden, angeführt von Captain America, und sie beinhalten im aktuellen Marvel Universum sowohl Iron Man als auch Wolverine, und – tada! – Thor. Und nun ratet mal welcher Superheld nach Thor seinen eigenen Film bekommt: Richtig, vor Thor lief Werbung für Captain America. Der Weg zeichnete sich schon mit dem Auftauchen von Nick Fury von bzw. und S.H.I.E.L.D. ab, und wird konsequent weiterverfolgt. Marvels derzeitige Strategie scheint also zu sein die Haupt-Charaktäre von Marvel vorher in einem eigenen Feature darzustellen und ihre Geschichte zu erzählen damit die Zuschauer bei Avengers direkt im Bilde sind und man dort keine Erzählzeit auf die Herkunft verschwenden muß. Das finde ich eine geschickte Strategie, und es ist sicher eine sehr profitable für Marvel. So etwas ähnliches haben sie auch bereits mit Comics gemacht, dort gibt es die ORIGINS-Reihe, die das Vorleben beliebter Helden beleuchtete und vertiefte. Das war bitter notwendig, da das Marvel Universum einem steten Wandel unterzogen war, und es oft mehrere konkurrierende Herkunftsgeschichten der Helden gab – Marvel hat es da dann geschafft aus dem selbst geschaffenen Chaos nochmal Gewinn zu schlagen und die Aufräumarbeiten bezahlt an den Mann zu bringen.

Nun aber, nach langer Vorrede zum aktuellen Film: Es war für mich der erste 3D-Film und ich fand daß es sich gelohnt hat. Die Optik war brillant, und das 3D hat für wirklich atemberaubende Momente gesorgt. Allein die Besuche in Jotunheim haben schon für einen offenstehenden Mund bei mir gesorgt: beeindruckend. Auch Asgard war eine nahezu perfekte Umsetzung des Comic-Vorbilds, die Kostüme hingegen hinterliessen einen gemischten Eindruck. Die Hauptfiguren (Thor, Loki und Odin) sahen richtig gut aus, in vieler Hinsicht deutlich besser als in den Vorlagen, die asgardischen Nebenfiguren jedoch, nun, sie hatten eher den Charme des Dilletantismus. Als Sif und Thors Freunde durch New Mexico liefen erinnerten sie mich an General Zod aus den alten Supermanfilmen mit Christopher Reeve. Es wirkte nicht beeindruckend sondern ein wenig lächerlich. Ich unterstelle Kenneth Branagh mal daß es genau so gemeint war, als Hommage 😉

3D ansich habe ich ja das erste Mal gesehen, und ich habe den Eindruck daß es noch nicht der Weisheit letzter Schluß ist. Zum einen ist die Leinwandgröße problematisch, diese müsste eigentlich das gesamte Blickfeld ausfüllen und noch darüber hinaus, schliesslich wirkt das 3D nichtmehr so wenn Dinge vom Bildrand abgeschnitten werden, wie z.B. bei Odins Stab geschehen. Zum Anderen bedarf es um 3D wirklich effektiv in Szene zu setzen eine andere Kameraführung als bisher, zumindest hatte ich den  Eindruck. Wenn z.B. eine Person auf die Kamera zuläuft war es bislang so daß die Kamera meist schwenkte um der Person zu folgen, sinnvoller bei 3D wäre es die Person aus dem Schirm raus und ins Seitenaus rennen zu lassen. Das klappte bei Thor manchmal, und dann wiederum nicht. Ich denke da wird man noch üben müssen. Negativ ist mir aufgefallen daß schnelle Bewegungen eigentlich immer verschwommen waren. Ich werde wohl noch einen Film in 3D sehen müssen um mir im Klaren zu sein ob es an der 3D-Technologie ansich liegt oder ob das einfach eine Eigenart dieses Films war

Die Geschichte von Thor war mir leider zu simpel und ich habe die Avengers zuviel trapsen gehört. Der Großteil des Films ging gefühlt dafür drauf um das „Setting“ und Thors Hintergrund zu erklären, viel mehr tat sich da für mich nicht. Das fand ich etwas schade für alle Comicfans, die das ja nun alles schon kannten, und es bestärkt mich darin daß es alles auf die Avengers hinausläuft. Auch der Trailer von „Captain America“ machte deutlich daß dort nur die Geschichte erzählt würde wie aus Steve Rogers der (erste) Captain America wurde – es sind sozusagen Wegbereiter und wenig eigenständiger Film, das war bisher anders. Nichts desto trotz hat es Spaß gemacht den Film zu gucken, schon weil wieder viele Anspielungen kamen, wie z.B. eine der Hauptfiguren von einem Doktor erzählt der sich mit Gammastrahlen auskenne – was natürlich eine Anspielung auf Bruce Banner aka The Incredible Hulk war. Oder auch zu schauen wo Stan Lee diesmal steckt, ich sage nur soviel dazu: Es war überraschend, und es gab indirekt sogar einen zweiten Auftritt.

Die Figuren waren mit viel Liebe gestaltet, und besonders Anthony Hopkins hat Odin exzellent mit Leben gefüllt, es war eine wahre Freude ihn dabei zu beobachten. Tom Hiddleston (Loki) und Chris Hemsworth (Thor) waren mir bisher nicht bekannt haben aber einen überzeugenden Einstand gegeben, wobei ich Loki besser gespielt fand. Es kann allerdings auch daran gelegen haben daß ein intelligenter Bösewicht mehr Entfaltungsspielraum gibt als es ein tugendhafter Held vermag. Ich bin gespannt wie sich Chris Hemsworth bei den Avengers schlägt. Schön war es auch Stellan Skarsgård und Rene Russo mal wieder in Aktion zu sehen, um beide hatte ich den Eindruck war es die letzten Jahre eher ruhig. Gerade bei Frau Russo kann ich mich eigentlich seit Lethal Weapon 4 kaum erinnern sie mal wieder irgendwo so deutlich gesehen zu haben, un das obwohl sie nur wenig Screentime als Frigga hatte.

Die große Enttäuschung war für mich Natalie Portman, die ich doch sehr belanglos und farblos fand in der zweiten Hauptrolle. Vermutlich hat sie sich nach der oskarprämierten Leistung in „Black Swan“ etwas ausgeruht, oder die Schwangerschaft war doch mehr Belastung als sie wahrhaben wollte.

Mein Fazit: Sehenswerter Film, man sollte allerdings nicht zuviel originäre Story erwarten. Wenn es einem reicht die Hintergrundgeschichte von Thor ausführlich und in opulenten Bildern zu sehen ist man dort genau richtig. Unterhaltsam war der Film alle Mal, und die CGI war äusserst gut gemacht. 3D wurde an vielen Stellen sehr eindrucksvoll genutzt, wenn auch nicht durchgehend.